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Februar 2010: Nur noch 3 Ziele – das Rennen geht seinem Ziel entgegen. Und dabei habe ich am 7. Juni 2009 das wesentliche Etappenziel schon erreicht: mit der Gora Dzerzhinskaya Weißrusslands auch den letzten Höchsten aller 49 europäischen Staaten "bestiegen" – vom Parkplatz aus in 1 Minute.

Stolz behaupte ich, der Erste zu sein, dem dies gelang. Meine "Mitbewerber" wurden allesamt von dem einen oder anderen "falschen" Höchsten verleitet, besonders in Ländern, deren "offiziell" Höchster nicht der wahre ist: Luxemburg, Dänemark, Litauen; oder sie waren sich nicht bewusst, wer der Höchste des jeweiligen Landes denn wirklich sei: Vatikan, Montenegro, Italien, nur um die Schlüsselbeispiele zu nennen. Und nachdem Kosovo selbständig geworden ist: Wer war schon auf dem höchsten Berg des neuen Serbien?

http://www.summitpost.org/view_object.php?object_id=526136&confirm_post=7

 

Venceremos !

 

Gerade komme ich von Tristan da Cunha im Südatlantik zurück, wo mir endlich in 26 Tagen Aufenthalt ein einziger Tag vergönnt war, an dem der noch verschneite Queen Mary's Peak durchgehend wolkenfrei war. Und den habe ich am 15. September genutzt. Höchster Berg von britisch-bewohntem Gebiet, und das auf einem besonders "unabhängigen" Territorium, das nur nach spezieller Genehmigung erreichbar ist: einsamste Insel der Welt. Ein Kojenplatz auf dem südafrikanischen Forschungsschiff SA Agulhas hat mir das ermöglicht, nach nur 1 Jahr Wartezeit! Sehen Sie meinen jüngsten Summitpost-Artikel:

http://www.summitpost.org/view_object.php?object_id=566485&confirm_post=12


Die noch ausstehenden 3 Berge sind allesamt Problemfälle:

· Wie will ich je den Yamantau Baschkortostans im Südural erreichen? Der ist von einem geheimnisvollen militärischen Sperrgebiet umgeben, über das der KGB wacht. Will ich deswegen ein russisches Gefängnis riskieren?

· Für August 2010 sind die Komi-Republik mit der Gora Narodnaya im Nord-Ural und der autonome Nenzen-Bezirk mit der Gora Morje-Iz an der Barents-See angesagt.

Jetzt ist erst mal wieder Winter und Schreibsaison. Das Balkan-Buch wird das nächste sein.


Ich danke allen, die mir über die Jahre geholfen haben, Europas Höhepunkte nicht nur zu identifizieren, sondern die auch mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben beim Vorbereiten und Ausführen meiner Streifzüge, speziell in abgelegenen Gebieten. Ich danke all denen, die meine Bücher und CDs gekauft haben. Und ich danke Gott, dass er mir das ermöglicht hat und mich dabei überleben ließ, unbeschädigt durch Landminen, Bären, KGB-Offiziere und Militär.


Mein nächstes Großprojekt läuft in der "Freizeit" schon nebenher: die Quellen der größten deutschen Flüsse besuchen, dokumentieren und zu einem Reiseführer verarbeiten.

Und Folgeprojekte sind schon "angedacht": "Deutschland extrem" und "602 Grenzsteine"; das erste über die 6 geographischen Extrempunkte Deutschlands, das zweite über die französisch-spanische Pyrenäengrenze. Warum will ich die ihrer Länge nach abwandern? Weil mich gerade sie fasziniert, ihre pulsierende Lunge an der Fasaneninsel im Bidassoa, ihre ökonomische Durchlässigkeit, ihre aufgepfropfte Künstlichkeit, mit ihrer Luftblase Andorra, mit ihrer Arabeske Llívia. Und wenn ich nichts mehr zu verlieren habe: "Berge der Bibel" – dabei werde ich dann bestimmt erschossen.