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August 2011: Nur noch 1 Ziel – das Rennen für den 135. der Liste meiner Höchsten wird nach mehreren Anläufen hoffentlich  in einem der nächsten Spätsommer abgeschlossen, wenn mir eine längere Schönwetterperiode ohne Mücken einigermaßen trockene Wege verschafft und der Geheimdienst schläft: der Große Jaman-tau, der Höchste Baschkortostans im Süd-Ural.

Und dabei habe ich schon am 7. Juni 2009 das wesentliche Etappenziel erreicht: mit der Gora Dzerzhinskaya Weißrusslands auch den letzten Höchsten aller 49 europäischen Staaten "bestiegen" – vom Parkplatz aus in 1 Minute.

Stolz behaupte ich, der Erste zu sein, der alle "wahren" Höhepunkte aller europäischen Staaten bestiegen hat. Anders als meine "Mitbewerber" habe ich mich nicht von "falschen" Höchsten verleiten lassen, selbst nicht wenn sie "offiziell" Höchste waren.

http://www.summitpost.org/view_object.php?object_id=526136&confirm_post=7

 

Venceremos !

 

Mit Passierschein des russischen Inlands-Geheimdiensts FSB (Федеральная служба безопасности Российской Федерации / Federalnaja Sluschba Besopasnosti Rossijskoj Federazii, Bundesagentur für Sicherheit der Russischen Föderation) gelang mir die Besteigung der Gora Morje-iz im Hinterland von Amderma an der Kara-See des Nordpolarmeers, des höchsten Punkts des Autonomen Bezirks der Nenzen.

Danach folgte in einer 21-Stunden-Gewalttour mit Freiluftübernachtung die Gora Narodnaya, der höchste Berg des Ural und der Komi-Republik. Nur 2 Ziele in 2010, und trotzdem gilt mir 2010 als das erfolgreichste Jahr überhaupt.

 

Der Própusk des FSB Archangelskii. Dank an A. Frolow!


Ich danke allen, die mir über die Jahre geholfen haben, Europas Höhepunkte zu identifizieren und zu erreichen, speziell in abgelegenen, dubiosen Gebieten, von Tschetschenien bis Transnistrien, Spitzbergen bis Gibraltar. Dankbar bin ich auch, dass ich das überleben durfte, unbeschädigt durch Landminen, Bären, KGB-Offiziere und Milizen.


Meine nächsten Projekte laufen schon nebenher:

Die Quellen der größten deutschen Flüsse besuchen, dokumentieren und zu einem Reiseführer verarbeiten;

"Deutschland extrem", über die 6 geographischen Extreme und 7 Dreiländerpunkte Deutschlands;

"602 Grenzsteine", über die französisch-spanische Pyrenäengrenze. Warum will ich die ihrer Länge nach abwandern? Weil mich gerade sie fasziniert, ihre pulsierende Lunge an der Fasaneninsel im Bidassoa, ihre ökonomische Durchlässigkeit, ihre aufgepfropfte Künstlichkeit, mit ihrer Luftblase Andorra, mit ihrer Arabeske Llívia;

"Meine Höchsten" – eine Zusammenschau über die Frage, was Höhe an Bergen bedeutet; hier wird der Mount Everest gnadenlos entthront, denn vom Meeresspiegel as zu messen ist willkürlich. Plötzlich erheben sich Chimborazo und Thabana Ntlenyana zu den Höchsten der Erde; der Katastrophenfilm "2012" zeigt den Weg;

Und wenn ich nichts mehr zu verlieren habe: "Berge der Bibel" – dabei werde ich dann bestimmt erschossen.